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Der Nationalpark Donau-Auen

© Nationalpark DonauAuen

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Eine in Mitteleuropa einzigartige Flusslandschaft an der Donau wird seit 1996 durch den Nationalpark Donau-Auen geschützt. Das Schutzgebiet ist Rückzugsraum für seltene Arten. Rund 800 höhere Pflanzen wurden nachgewiesen, weiters 33 Säugetier- und rund 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, 67 Fischarten und tausende Insektenarten. Eisvogel, Seeadler, Flussregenpfeifer, Hundsfisch, Sterlet, Biber und Europäische Sumpfschildkröte zählen zu den geschützten Tieren des Nationalparks. An botanischen Kostbarkeiten finden sich die Schwarzpappel, zahlreiche Orchideenspezies und die echte Wilde Weinrebe, Stammform aller Kulturreben. 

Die in diesem Gebiet nicht aufgestaute, frei fließende Donau ist auf ca. 36 km Fließstrecke die Lebensader des Nationalparks. Während der Hochwasserphasen durchströmt der Fluss den Auwald, schafft neue Schotterbänke, reißt Steilwände in die Ufer und bringt Nährstoffe ein. Sinkt der Wasserstand wieder, gedeihen Fauna und Flora rasch von neuem.
Ein Schwerpunkt im Naturschutzmanagement liegt in Gewässervernetzungs- und Uferrückbaumaßnahmen. Sie sollen harten Eingriffen in der Vergangenheit gegensteuern, die Altarme noch besser an die Dynamik des Flusses anbinden, natürliche Uferlandschaften fördern und so das ungezähmte Wesen der Donau-Auen langfristig erhalten.

© Nationalpark Donau-Auen

Nationalpark-Zentrum: das „Tor zur Au“

Erste Anlaufstelle für Gäste ist das schlossORTH Nationalpark-Zentrum, das „Tor zur Au“ in Orth/Donau. Buchungs- und Infostelle, Ausflugsziel und Veranstaltungsort, Nationalparklounge und Shop findet man hier unter einem Dach. Auch das museumORTH der Marktgemeinde Orth/Donau ist im Schloss untergebracht.
Die Nationalparkausstellung DonAUräume befasst sich mit der faszinierenden Flusslandschaft, sie bietet unkonventionelle Zugänge und einen multimedialen Aufbau. Auf der Schlossinsel, dem Freigelände des Zentrums, werden Lebensräume, Tiere und Pflanzen der Region vorgestellt. Ziesel, Europäische Sumpfschildkröten und mehrere Schlangenarten sind zu beobachten. Mächtige Bäume, Wasserpflanzen und Wildblumen gedeihen. Eine begehbare Unterwasserstation mit heimischen Fischen ermöglicht Blicke in ein Gewässer, einem Tauchgang gleich.

Beliebt bei großen und kleinen Gästen sind auch geführte Expeditionen in die Au mit den Nationalpark-Rangerinnen und -Rangern. Stimmungsvolle Wanderungen und Bootstouren im Kanu oder Schlauchboot, Halbtags- und Ganztagsangebote, Familienfeste und Workshops bieten vielfältige Möglichkeiten, den Nationalpark Donau-Auen zu erkunden.

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